Mittwoch, 6. September 2017

Hinweis auf Arte-Sendung

Armes Schwein - Fettes Geschäft
Der wahre Preis des Billigfleischs


Eine absolut empfehlenswerte Reportage hat der Fernsehsender ARTE am Dienstag, 05.09.2015 am Abend unter dem o.g. Titel ausgestrahlt. Bitte unbedingt in der Mediathek von ARTE unter folgendem Link anschauen:



 

Noch nie war Schweinefleisch so billig wie heute. Aber ist Fleisch wirklich so billig? Und was hat es mit den durch Gülle verseuchten Böden und Trinkwasserbrunnen zu tun, mit über Steuergelder bezahlten EU-Strafzölle für fehlende Umweltauflagen, mit billigen Lohnarbeitern aus Osteuropa? Das Big Business mit dem billigen Fleisch ist ein schmutziges Geschäft.

https://www.arte.tv/de/videos/064368-000-A/armes-schwein-fettes-geschaeft/

Ignoranz der Probleme durch Massentierhaltung aller Parteien

Der Bundestagswahlkampf ist in vollem Gange. Die Parteien überbieten sich gegenseitig mit Versprechungen. Es werden alle möglichen Themen "durchdekliniert", ob Dieselskandal, Flüchtlinge, Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik, Rentenpolitik, Innere Sicherheit, Elektromobilität, Digitalisierung, usw. usf.


In keiner einzigen Runde, in keiner einzigen Talkshow, in keinem einzigen TV-Duell wird aber das Thema Massentierhaltung und die damit verbundenen gravierenden Probleme angesprochen. Auch die Parteien greifen dieses Thema mehr oder weniger nicht auf, selbst die Grünen nicht, wo sie doch die ökologische, bäuerliche Landwirtschaft statt Agrarfabriken in ihrem Programm haben.


Dabei ist dieses Thema von immenser Bedeutung und sollte schon seit Jahren wenn nicht Jahrzehnten angegangen werden!
Man denke an die Verseuchung unserer Böden durch Gülle, die Abholzung der Regenwälder, den riesigen Wasserverbrauch durch Fleischproduktion mit gleichzeitiger Verschmutzung unserer Gewässer, die Produktion multiresistenter Keime einschliesslich der höchst bedenklichen Verwendung von Reserveantibiotika, die Auswirkungen auf die Welternährung, Gammelfleischskandale, dioxinverseuchte Futtermittel, Eierverseuchung durch Fipronil, usw. Ganz zu Schweigen von dem Tierelend und Tierleid, welches der Mensch produziert!
Hier kommen nicht nur künftig gravierende Probleme auf die Menschheit zu, diese Probleme sind schon lange existent und es ist erkennbar, dass sie überproportional zunehmen werden und uns eine Apokalypse ins Haus steht, wenn nicht schnellstmöglich gehandelt wird.


Die weltweite Massentierhaltung und die damit einhergehende Fleischproduktion schädigt das Klima mehr als alle Land-, Luft- und Wasserfahrzeuge auf diesem Planeten zusammen! Dies ist keine Floskel, sondern eine wissenschaftlich bewiesene Tatsache! Hier geht es auch um Menschenleben, eventuell sogar um Millionen von Menschenleben.
Und was geschieht? Nichts ... die Politik schläft weiter und sieht tatenlos zu.
Das Thema Massentierhaltung gehört in den Fokus! Wo sind die ökologischen Parteien? Von Euch würde ich da mehr erwarten, auch von Euch Grünen!!! Von den etablierten Parteien wird nichts kommen!


Selbstverständlich muss auch ein Dieselskandal aufgearbeitet werden, aber die daraus resultierenden Probleme sind "Peanuts" (also verschwindend gering) gegenüber denen der Massentierhaltung und Fleischproduktion.


Ein weiteres Aussitzen und Ausschweigen der durch Massentierhaltung verursachten Probleme ist gefährlich und "ein Spiel mit dem Feuer". Wir müssen handeln, jetzt! Nicht erst in einigen Jahren!!!


Willi Mispelbaum


Freitag, 1. September 2017

01.09.2017: Gefunden beim BMEL

Schlachten hochträchtiger Tiere ab 01.09.2017 verboten ???

Tierschutz

Schlachten hochträchtiger Tiere verboten

Ab dem 1. September 2017 ist es grundsätzlich verboten, Tiere im letzten Drittel der Trächtigkeit zur Schlachtung abzugeben. Ausgenommen sind zunächst Ziegen und Schafe. Pelztiere dürfen zudem nur noch mit behördlicher Erlaubnis gehalten und gezüchtet werden.
Link zum BMEL: 

Unsere Anmerkungen zu den Ausführungen im vorstehenden Link:
Na bravo Herr Bundesminister Christian Schmidt! Mal wieder eine Regelung die in die richtige Richtung gehen sollte, es aber nur sehr eingeschränkt tut! Aber was anderes kann man von Ihnen auch nicht erwarten.

Minister Schmidt hat also grundsätzlich erkannt, dass es aus ethischen und anderen Gründen nicht ok ist, trächtige Tiere zu schlachten. Wenigstens schon mal ein kleiner Erfolg, wenn eine solche Einsicht beim Minister Einkehr hält.
Allerdings gilt die für ihn scheinbar nur für das letzte Drittel der Trächtigkeit und davon nimmt er auch noch Schafe und Ziegen aus! 
Die Regelung "die Abgabe von Tieren im letzten Drittel der Trächtigkeit zum Zweck der Schlachtung" untersagt ist" ist mal wieder zu kurz gesprungen. Warum erst im letzten Drittel, wenn doch vorher auch schon eine Trächtigkeit besteht (ein bisschen trächtig gibts ja nicht) und es unklar ist, ob die Föten Schmerzen und Leiden empfinden können?
Schafe und Ziegen werden laut Begründung des BMEL ausgenommen, weil bei Ihnen oftmals nicht sicher festgestellt werden kann, ob diese trächtig sind, weil diese im Regelfall nicht künstlich besamt werden. Super Herr Schmidt, echt Klasse wie Sie Ihr Amt verstehen.
Dann muss man eben bei Schafen und Ziegen die bei anderen Tieren sonst übliche Ultraschalluntersuchung (das ist unter dem o.g. Link zu lesen) gesetzlich vorschreiben. Was z.B. für Rinder und Schweine gelten soll muss sinngemäß auch für Schafe und Ziegen gelten, wo Sie doch erkannt haben wollen, dass es aus ethischen Gründen und aus Sicht des Tierschutzes höchst problematisch ist (auch unter dem o.a. Link zu lesen).
Das Messen mit zweierlei Maß ist aus unserer Sicht eine Farce!!!
Und unter dem folgenden Link:
ist zu lesen "Pelztiere dürfen zudem nur noch mit behördlicher Erlaubnis gehalten und gezüchtet werden".
Man kommt bei einer solchen Aussage schnell auf die Idee, dass damit die Pelztierhaltung in Deutschland eingeschränkt oder ganz untersagt wird. Weit gefehlt ... der Passus "nur noch mit behördlicher Erlaubnis" lässt alles so, wie es auch vorher war.
Die bestehenden Pelztierfarmen werden die behördliche Erlaubnis selbstverständlich bekommen und für neue Pelztierfarmen wird eine solche erteilt werden, wenn sie den heutigen Bestimmungen entsprechen. Also, kein Grund zur Freude, die Pelztiere werden weiter unsäglich leiden müssen.


Donnerstag, 31. August 2017

31.08.2017: Gefunden bei der Bundestagsfraktion B'90/DIE GRÜNEN


Zahllose Masthaehnchen in Intensivhaltung dicht gedraengt und verwahrlost in einem Stall.


Tierschutz 17.07.2017

Tierschutz stärken – Tierleid beenden


Die Tierschutzpolitik der schwarz-roten Bundesregierung ist mut- und ambitionslos. Die grüne Bundestagsfraktion will das Tierschutzgesetz und dessen Vollzug verbessern. Dafür wollen wir ein bundesweites Verbandsklagerecht und eine Bundestierschutzbeauftragte einführen.

Newsletter der Bundestagsfraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN 01/2017

Newsletter der Bundestagsfraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN 01/2017

Newsletter Tierschutz 1/2017


Liebe Tierfreundinnen und Tierfreunde,
am 1. August jährte sich die Aufnahme von Tierschutz als Staatsziel ins Grundgesetz zum 15 Mal. Ein riesiger Erfolg, für den wir damals gemeinsam mit den Tierschutzorganisationen lange gekämpft haben. Doch seither ist viel zu wenig passiert. Die Jahre von 2005 bis 2017 waren verlorene Jahre für den Tierschutz. Vor allem die letzten Jahre können nur als Tiefpunkt bezeichnet werden.
Denn was bleibt hängen nach vier Jahren Christian Schmidt? Vor allem der Unglaube über die Bekenntnis des Landwirtschaftsministers zu fiktiven Wurstsorten („Je suis Greußener Salami“), sein Ansatz zur Russlandpolitik („An apple today keeps the Putin away“) und sein Kampf gegen vegetarische Erzeugnisse beziehungsweise deren Bezeichnung.
Für den Tierschutz aber waren es vier völlig verlorene Jahre. Schmidts Versprechen, den Tieren werde es am Ende dieser Wahlperiode besser gehen, klingt wie Hohn - angesichts der Millionen von Tieren, die noch immer in der industriellen Massentierhaltung leiden und angesichts der immer neuen grausamen Bilder aus Betrieben, die uns medial erreichen.
Die Untätigkeit des Ministers ist nichts weniger als ein Skandal. Bis zuletzt haben wir mit vielen Initiativen alles daran gesetzt, den Tieren in Deutschland ein besseres Leben zu ermöglichen. Mit dem Beschluss, den unsere Fraktion am 20. Juni 2017 gefasst hat, zeigen wir: Wir bleiben so lange hartnäckig, bis wir das Staatsziel Tierschutz endlich mit Leben gefüllt haben.
Dabei hoffen wir auf Ihre und Eure Unterstützung.
Herzliche Grüße,
Die Redaktion

Donnerstag, 10. August 2017

10.08.2017: Gefunden beim Deutschen Tierschutzbund e.V.

Bundestagswahl ist Tierschutzwahl



Wildtiere im Zirkus leiden - doch die Politik lässt sie im Stich. Die regierenden Parteien haben für sie in den letzten vier Jahren nichts bewegt. Ein Wildtierverbot in Zirkussen ist längst überfällig. In vielen europäischen Ländern ist das Mitführen von Tigern, Bären, Elefanten und anderen wild lebenden Arten bereits verboten. Deutschland hinkt hinterher! Machen Sie im September bei der Bundestagswahl Ihr Kreuz an der richtigen Stelle!

Hier geht es zur Kampagne des Deutschen Tierschutzbundes

Freitag, 4. August 2017

04.08.2017: Gefunden bei n-tv

In zwölf Bundesländern wurden Fipronil-Eier entdeckt.
(Foto: picture alliance / dpa)

Aus Angst vor FipronilAldi nimmt alle Eier aus dem Verkauf

Aldi reagiert auf den Eier-Skandal: Der Discounter verkauft vorerst keine Eier mehr. Es handele sich um eine "reine Vorsichtsmaßnahme", heißt es. Dadurch sind Eier-Engpässe möglich. Der Höhepunkt in dem Skandal sei noch nicht erreicht, warnt Niedersachsens Agarminister.   mehr >>>

Anmerkung:
Der Eier-Skandal hat sich mittlerweile auf 12 Bundesländer ausgeweitet.
Sind solche und ähnliche Skandale (z.B.: Gammelfleisch, etc.) verwunderlich?
Wir meinen "Nein"!
Bei den Massen an Insektiziden, chemischen Substanzen, Antibiotika, usw., die in der Tierhaltung verwendet werden ist es sogar verwunderlich, dass nicht täglich über solche Skandale berichtet wird. Oder fallen solche Gegebenheiten nur noch sporadisch auf und stellen womöglich nur die "Spitze eines Eisbergs" dar?
Werden wir Verbraucher bewusst "dumm" gehalten, damit der Absatz tierischer Produkte nicht gefährdet wird? Hierüber lässt sich nur mutmaßen.