Freitag, 10. Februar 2017

Mal ein paar Worte zu Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt

Es ist an der Zeit mal ein paar Worte zum amtierenden Bundesminister für Ernährung und Landwirtschaft Christian Schmidt (CSU) zu verlieren.

Meine persönliche Meinung:

Christian Schmidt ist ein Landwirtschaftsminister, der seinem Amt in keinster Weise gerecht wird. Aus meiner Sicht tut er so gut wie nichts für das Tierwohl, obwohl das Staatziel Tierschutz schon seit 2002 im Grundgesetz verankert ist. Er versteckt sich in Sachen Tierschutz hinter der EU, weil er einen deutschen Alleingang ausschliesst, der durchaus möglich wäre. Sein jüngst eingeführtes „Tierschutzlabel“ ist nur Makulatur und nicht der Beachtung wert, weil es auf freiwilliger Basis verwendet werden darf.
Er verhindert selbst die kleinsten Verbesserungen im Tierschutz, sei es bei der Haltung der Nutztiere oder bei Tieren in Versuchslaboren.

Seinem Ministerium untersteht das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit. Für die Lebensmittelsicherheit tut er ebenfalls nichts, weil z.B. weiterhin der flächendeckende prophylaktische Antibiotikaeinsatz in der Massentierhaltung stillschweigend geduldet wird. Auch der Einsatz des hochgiftigen Glyphosat als Unkrautvernichter befürwortet er weiterhin.
Er sieht auch keinen Handlungsbedarf, wenn es um die massenweise Ausbringung von Gülle auf unseren Feldern geht, die die Nitratwerte im Grund- und Trinkwasser ansteigen lassen.
Er unternimmt auch nichts gegen die massenweise Verbrauchertäuschung in den Kühlregalen unserer Supermarkt- und Discounter-Ketten, in denen Wurst- und Fleischwaren mit Gutshof-Idylle von „Gut Ponholz“, „Mühlenhof“ oder „Gut Drei Eichen“ angeboten werden, die es gar nicht gibt.

Landwirtschaftsminister Schmidt ist für Schweinefleischpflicht an Schulen und Kitas und für ein Verbot von „veganer Wurst“ oder „Gemüse-Schnitzel“, weil darin Begriffe vorkommen, die vorher nur Produkten mit Fleisch vorbehalten waren. Begründung: Diese Bezeichungen wären irreführend für den Verbraucher.

Minister Christian Schmidt gibt immer nur Absichtserklärungen ab, tut aber nichts für Tiere und Verbraucher. Dafür scheint er aber als Lobbyist der Agro- und Fleischindustrie umso mehr aktiv zu sein, wenn man sich seine Blockadehaltung zu den vorstehenden Themen einmal ansieht, denn genau dies spielt diesen Industrien in die Hände und sorgt für einen Stillstand aller Verbesserungsprozesse.
Warum führt der Bundesminister z.B. nicht eine verbindliche Kennzeichnung für das Tierwohl bei Wurst- und Fleischwaren ein, so wie es diese bereits bei den Eiern (0, 1, 2, 3) gibt? Ganz einfach: die Verbraucher haben sich bei den Eiern klar und deutlich entschieden nur noch Eier zu kaufen, die aus besserer Haltung der Tiere kommen. Dasselbe würde dann eventuell auch bei Wurst und Fleisch passieren und damit der Fleischindustrie ein erheblicher Schaden zugefügt.
Bundesminister Schmidt scheint den Agro- und Fleischkonzernen zu signalisieren: „Macht euch keine Sorgen, ich regele das schon.“
Man könnte die Kette der Ignoranz des Bundesministers zu vielen Themen beliebig fortsetzen. Für die grossen Agro-Konzerne scheint der Minister ein großes offenes Ohr zu haben, für die kleinbäuerliche Landwirtschaft überhaupt nicht. Statt sich für Subventionen dieser Betriebe stark zu machen befeuert er lieber die Agro- und Fleischkonzerne.

Herr Bundesminister Schmidt:
Aus meiner Sicht versagen Sie auf der ganzen Linie! Man kann nur hoffen, dass Sie nach der nächsten Bundestagswahl kein Bundesminister mehr sind. 



Dies soll an dieser Stelle genügen. Im folgenden einige Links zum Thema BMLE Christian Schmidt. Googeln sie einfach mal ein wenig, sie werden massenweise fündig!

Willi Mispelbaum



Bundestag: Debatte über den Tierschutz am 03.12.2015
hier möchte ich speziell auf die Passage 0:57:00 bis 1:04:00 verweisen


Landwirtschaftsminister Schmidt als Marionette der Fleischlobby


LandwirtschaftsministerChristian Schmidt (CSU): Ein Tierindustrie-Lobbyist als Minister, derignoriert, verharmlost und durch Unfähigkeit auffällt.







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